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Stabilität gegen die Sucht

Blog 2

Inhaltsverzeichnis:

Nöte
Beziehungen
Unklarheit
Wer beißt schon seinen Hund
Sichtung
das Leben geht weiter (oder wie ich die Welt rettete)
Herkunft
Befürchtung


08.12.2019

Nöte

Menschliche Schönheit hat eine Haltbarkeitsdauer, läuft also irgendwann ab, das wissen wir alle, wenn auch viele nur im Inneren. Oftmals wird sie sehr ungerecht verteilt und gegen das letztere wollte ich in der Jugend schon, betreffs meinen Falles, unbedingt was tun. Kluge Menschen vermuten jetzt sicherlich das ich nicht einer der gut Aussehenden war und Bingo. Bin ja im Internet wo einen keiner richtig kennt und da darf ich das mal so dahinstellen, mich outen sozusagen. Klar die inneren Werte, da hatte ich mächtig von, aber das half mir nicht bei meinen Problem das niemand mit mir poppen, menscheln, rumigeln, rammeln, Flüssigkeiten austauschen wollte. Da besann ich mich auf alte Hausmittelchen, den Erfahrungen der Altvorderen um diesen Zustand zu meinen Gunsten zu ändern.
Ich begann mit mehreren Löffeln Kaffeesatz am Tage denn wie meine verblichene Großmutter sagte, Kaffeesatz macht schön ! Um das Ganze zu forcieren benutzte ich nicht Tee- sondern Esslöffel um das Zeug in mich reinzuschlabbern. Nach kurzer Zeit endete das in einem Fiasko und ich in der Notaufnahme eines Krankenhauses wo man mir den Magen auspumpte. Das war es also nicht aber meine Säfte schrien nach mehr, es musste doch einen Weg geben,
Also hörte ich weiter auf die Alten und schlich des Nächtens auf irgendwelche Kuhweiden, entwendete sozusagen den Rindern ihr Letztes unterm Arsch weg, fertigte mir Dunggesichtsmasken an die ich jeden Abend mit Zubettgehen auf mein Antlitz legte. Nach mehreren Tagen bekam ich eitrige Pickel im Gesicht, auch ein Schuss in den Ofen.
Eigenurin nutzen ! Das führte ebenfalls nicht zu den gewünschten Ergebnissen und mir war ständig schlecht. Nach dem ich alles ausprobiert hatte was es da so an Mittelchen gab und keine positive Bilanz ziehen konnte hatte ich selbst eine Idee, auf meinem Mist gewachsen übrigens. Ich strich alle Spiegel zuhause schwarz an, das trug zwar nicht zu mehr menschlichen Kontakt bei aber ich selbst sah mich kaum noch und wurde viel ruhiger.
So wie eben, gehe ich nur noch mit respekteinflössendem Hund, Gesichtsmaske und einer Pudelmütze auf dem lichten Haupt, außer Haus. Die Pudelmütze ist der Witterung geschuldet sonst trage ich modische italienische Designerkappen. Oft schon wurde ich mit dem Phantom der Oper oder Zorro verwechselt wobei diese keine bellenden, treuen Vierbeiner ihr eigen nennen konnten, meines Wissens (ORF)

Beziehungen

Neulich relaxte ich schuhlos auf dem Behandlungstisch eines Medizinmannes. Nachdem dieser, ein Neurologe seines Zeichens, mehrfach tief in meine Augen geblickt und mit einem Hämmerchen meine Knie malträtiert hatte räusperte er sich. „Ähem, tragen sie diese ihre Socken schon länger?“ Warum ?
Stinken die ?. „Nein, ich will ihnen ja nicht zu nahe treten aber da ist noch etwas Stoff ums Loch". Zum Beweis holte er mir einen Handspiegel und ließ mich die Unterseite meiner besockten Füße betrachten die ich, naturgemäß eher selten zu Gesicht bekomme. Und tatsächlich, in meinen Wochensocken fielen mir größere Schadstellen auf durch die, die Hornhaut meiner Fersen, gut sichtbar, zu sehen war. Ich meine sie waren mehrfach gewendet und einem Fußwechsel unterzogen worden, die Socken, aber das hatte ich noch nicht festgestellt. Zutiefst erfreut über die Ehrlichkeit meines Arztes (hat man heutzutage selten) bedankte ich mich bei ihm und gelobte Besserung. So geläutert fuhr ich nach Hause und sann dort über die weitere Vorgehensweise nach. Sollte ich die Löcher mit Socke umweltfreundlich entsorgen ?
mit Panzertape die Löcher abkleben ? oder sollte ich sie, mit einem Apfel befüllt, meinem Hund zum Spielen geben ? Äpfel waren ja da und so beschloss ich die letztere Variante zu wählen. Aber leider fielen die gesunden Früchte durch die Löcher. So habe ich sie einem Nachbarn geschenkt, die Strümpfe,  denn kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Er redet jetzt nicht mehr mit mir obwohl sonst so kommunikativ. Zudem mustert er mich seitdem immer sehr seltsam. (ORF)

10.12.2019

Unklarheit

Nach einer Hunderunde komme ich meist, zufrieden und ausgeglichen zurück. Dem war heute nicht so. Unterwegs trafen wir einen anderen Hundebesitzer der mit seiner Hündin, irgendeine Jagdhunderasse, durch die Gegend spazierte. Heute war er nicht auf der Pirsch denn er ist Jäger, deshalb das Wort spazieren. Ich komme nicht unbedingt gut mit Waidmännern aus aber diesen speziellen kann ich leiden. Jedenfalls spielten seine toppschwarze Hündin Polly mit meinem Harzer Fuchs und es war ein lebhaftes Farbspiel was sie da abgaben. Als ich gerade dabei war ihm den neuesten Tratsch aus der Hundehalterszene zu vermitteln sagte er unvermittelt, er müsse los, sein Frauchen sei im Anzug und ließ mich ziemlich verdutzt zurück. Was macht seine Frau in seinem, vermute ich zumindest, Anzug ? Durchwühlt die die Taschen desselben um verfängliche Botschaften anderer Frauen zu finden die diese, total unmodern, auf Papier machten ? Versteckt sie sich vielleicht in dem Kleidungsstück , aus Angst ? So eine Art von ihm war mir nicht bekannt und das hätte ich doch wenigsten bei der Bäckersfrau gehört, die über alles und jeden im Dorf Bescheid weiß.
Also kehrten wir heute Nachmittag verwirrt und voller Mitleid, egal mit welcher Seite, zurück. Das lässt mir keine Ruhe und ich werde erstens schlecht schlafen und zweitens, morgen die Bäckerin zielgerichtet befragen. Ich muss doch wissen was hier im Ort los ist, sonst kann man ja gar nicht mitreden oder ? (ORF) 


13.12.2019

Wer beißt schon seinen Hund

Auf der heutigen Morgentour haben mir, lange, verschüttet geglaubte Kenntnisse diverse Sturzverletzungen erspart, Es ist Glatteis und ich bin dreimal heftig ausgerutscht und habe mich dabei lang gemacht. Zum Glück war ich in der vergangenen Zeit mehre Jahre Judoka und habe noch rudimentäre Kenntnisse der Fallübungen. Also blieben mir, erwähnbare Verletzungen erspart.
Mein Hund war bei jeden Fall von mir erschrocken und musterte mich aufmerksam. Sein großer Mensch befand sich auf einmal unter seiner normalen Sichthöhe. Der Rüde ist gerade im zweiten Rüpelalter und ich hatte gelinde Befürchtungen das ich mir meinen Rang als Alphatier zurückerbeißen müsste.
Zum Glück nicht ! Wer beißt schon gerne seinen Hund außer vielleicht irgendwelche Asiaten oder sonst abartig veranlagte Menschen. Ich bin kein Hundefresser und schlage meine Zähne lieber mal in ein Goldbärchen von (keine Namen da Werbung). Die haben den Vorteil gut zu schmecken und beißen naturgemäß nicht zurück.
Bei meinem Hund hätte ich bei einer Beißerei wahrscheinlich den Kürzeren gezogen und solche Tätigkeit übe ich sowieso nur bei Fremden aus wenn sie mein Revier bedrohen. (ORF)


16.12.2019

Sichtung

Mein imaginärer Freund, Maria - Robert – Dirk – Meyer, der Hund Alf und ich waren heute früh wieder unterwegs als wir, aus der Ferne einen weißen Wolf sichteten. Maria – Robert – Dirk verfiel gleich in Panik und wollte flüchten, Alfy (Rüde seines Zeichens) zeigte keine Furcht, war es vielleicht ein Wölfin ?, Ich war interessiert und da mir durch viele populärwissenschaftliche Sendungen sowie Literatur bekannt ist das Wölfe scheu sind, es sei denn sie wurden angefüttert, war ich begierig dieses seltene Exemplar, welches bekanntermaßen nur in der Hudson Bay (Kanada) vorkommt, aus der Nähe zu sehen. Maria – Robert – Dirk (ab sofort MRD, ist mir zu lang das jedes Mal auszuschreiben) schrie immerzu angsterfüllt, „nach Hause, sofort, Gefahr !“ Ich redete beruhigend auf ihn ein. Der Hund musterte mich erstaunt, war bestimmt der Meinung ich führte Selbstgespräche denn er konnte MRD weder sehen, hören noch riechen, logisch bei imaginären Personen. Wir machten uns jedenfalls auf den Weg in Richtung des Objekts der Aufmerksamkeit. Mindesten sechsbeinig (von MRD weiß ich nicht ob er überhaupt Beine hat), näherten wir uns behutsam und die vermeintliche Wölfin machte keine Anstalten zu flüchten.
Noch näher !.
Da entpuppte es sich, das gefährliche Raubtier war in Wirklichkeit eine alte Einkaufstüte die da im Gebüsch so vor sich hin hing. Nach genauerer Inspektion konnte ich nur Leere im Tragestück finden. War natürlich einmal enttäuscht, kein kanadisches Raubtier, nichts in der Tüte aber auch erbost das irgendwelche Figuren Unrat in der Landschaft entsorgt hatten. Das sagte ich meinen Begleitern. Nicht mal der Hund hatte was dagegen einzuwenden und nachdem er den hellen Schandfleck ausgiebig markiert hatte, ich vermute mit empörten Memos für andere Hunde, machten wir uns gemeinsam auf den Heimweg. (ORF)

12.01.2020

das Leben geht weiter ! (oder wie ich die Welt rettete)

Uff ! Ferdsch bis auf den letzten Knochen. Habe gerade in der Landeshauptstadt Thüringens die Welt gerettet. Das mache ich ja nun nicht alle Tage und die Verantwortung für das Leben Aller, hat doch recht schwer auf meinen Schultern gelastet.
Der Unhold Dr. Hans A. Plast hatte nach Prüfung seiner Geschäftsunterlagen festgestellt das der Umsatz seiner bekannten Wundpflaster heftig gegen Null tendierte und sich in der nächsten Zeit auch nicht erholen würde und so entschied er sich für den perfiden Plan die Weltbevölkerung mittels einem, von ihm in einem geheimen Labor entwickelten tödlichen Virus, auszurotten mit Stumpf und in gutem Stil, denn er war ein medizinisches Genie und fühlte sich aufs bitterste missachtet. Vielleicht hatte ihn auch sein Finanzberater zu diesem verwerflichen Tun getrieben. Man weiß es nicht.
Mangels von Supermann, der ja immer irgendwo anders rumgondelt wenn man ihn gerade braucht, entschloss ich mich diesmal seinen Part zu übernehmen. Mit Hilfe einer, zu allem entschlossenen Crew, machte ich mich auf den Weg und hatte Erfolg, wie man diesem Schreiben ja entnehmen kann.
Unter Einsatz aller unserer Kräfte fanden wir Schlüssel zu geheimen Verstecken, entschärften eine Signaleinrichtung, entdeckten das geheime Labor und neutralisierten den tödlichen Virus.
Von Danksagungen bitte ich abzusehen. Zur Gewohnheit sollte es mir auch nicht werden denn schließlich hat er Eintrittsgeld gekostet, der Escaperaum in Erfurt. (ORF)

29.01.2020

Herkunft

Der junge Alfred Hans von Einstein (egal was, ich wars nicht)
Bildquelle: privat

Mein Hund hat einen Namen, Alfred Hans von Einstein. Das ist und muss ein guter Name sein denn ich habe ihn mir selber ausgedacht. Zuerst überlegte ich ob es nicht etwas aus dem königlichen Geblüt sein könne, wie Rex sowieso aber dann dachte ich das dies wohl etwas zu vermessen wäre und beließ es dabei. Zumal seine Papiere besagen das es ein Mix aus ganz Rumänien !, einem Wolf, einem Schäferhund, einem nordischen Hund und einem Harzer Fuchs sei (das letztere sagte der Tierarzt, der es ja wissen müsste). Sein Name wäre Alfy und Basta. Ich hoffe das bei der Gemengelage seiner Herkunft nicht die rumänische Regierung beteiligt war denn das könnte irgendwann zu diplomatischen Verwicklungen führen. Man hört ja immer wieder so etwas aus diversen Kreisen. So zum Beispiel, dass ein gewisses Staatsoberhaupt eine Vorliebe für die gemeine Hausziege entwickelt hätte. Ich nenne den Namen nicht um einer Militäraktion der betroffenen Nation vorzubeugen. (Böhmermann ist er bekannt). Jedenfalls benimmt sich mein Hund wie ein ganz normaler Vertreter seiner Rasse. Er markiert alles was sich nicht wehrt, knurrt andere Rüden und die Vertreter der Siebentageadventisten an, macht halt so sein Ding auf Hundeart. Da bin ich nicht betrübt darüber und denke mir Recht so. (ORF)

14.02.2020

Befürchtung

Heute morgen war meinem vierbeinigen Begleiter und mir so als wären wir die letzten unserer Art. Auf dem Weg aus dem Wohngebiet lastende Ruhe und kein Mensch zu sehen. Flur und Wald, gähnende Leere. Weder Hundegebell noch das Rattern irgendwelcher Landwirtschaftsgeräte war zu vernehmen. Nachdem wir eine ganze Zeit duch die Stille gewandert waren löste sich mein Rüde vorbildlichst (abseits vom Weg), was der Laie sicher als Haufen setzen bezeichnen würde. Alf hob danach ein Bein und strullte die bängliche Frage an ein Gebüsch, sind wir Allein? Konnte ich ihm nicht verdenken denn nirgendwo lagen irgendwelche Trunkenbolde im Wald herum noch spähte Getier aus dem Unterholz. Mit jedem Schritt in Richtung Bäckerladen stieg meine leise Angst. was wäre wenn…, aus welchen Grund auch immer. Keine frischen Brötchen mehr. Nicht zuletzt quälte mich die Frage wie könnten wir, ich, uns weiter reproduzieren um das Fortbestehen der Mensch- und Hundheit zu sichern, ohne lebendes Gegenstück ? (macht ja auch Spaß). Selbstbefruchtung von Hund und Mensch ! Nie gehört davon das dies funktionieren könnte. Dann, beim Wiedereintritt in den Ort, große Erleichterung. Wir sahen eine lebende Person die sich zudem auch noch bewegte. Das quirlige Leben unserer dörfliche Metropole hatte uns wieder und alsbaldigst wurde ich beim Bäcker von einer Flut uninteressanter Informationen überschüttet, derweil mein Hund brav vor dem Laden in Sitzstellung auf mich wartete.
Alles paletti ! Da kann ich dann unbesorgt zum Ehrenamt denn das macht doch einen Sinn. (ORF)


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