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Stabilität gegen die Sucht

Blog 4

Inhaltsverzeichnis:

Wetternamen
Abdeckung
Nachdenken
Traurig aber wahr
Schussel
Verwechslung und Einfall

Wetternamen
Mein Goethesches Barometer ist gefallen. Nicht von der Wand, der Luftdruck ist gemeint. Da nähert sich wieder ein Tief und wir wissen alle was das bedeutet, Kackwetter ! Bisher waren die Namen für das jeweilige Wettergebiet ziemlich aussagelos. Was sollte da Wilhelm, Gertrude, Johanna oder Paul. Dutzendnamen die nicht im Geringsten auf das Kommende vorbereiteten. Strahlender Sonnenschein am Tage oder Wasserpieseln wie von Sinnen. Daran wird jetzt heftig gearbeitet. Aussagefähige Namen sollten es schon sein, damit man sich entsprechend vorbereiten kann. Regenschirm oder Sombrero (aus dem Spanischen für Schattenspender). Dann kann man sich einrichten und weiß ob man Sturmklammern oder einen Sonnenschirm im Baumarkt seines Vertrauens kaufen sollte. (ORF)


Abdeckung
Hat man da noch Worte ? Hier, in der Provinz bekommt man immer nur zum Teil mit was so alles auf der Welt geschieht. Da wir nicht unbedingt in einer Gegend des schnellen Internets wohnen und die berittenen Boten der Telefonunternehmen („Netzabdeckung bald !“) vorerst noch unregelmäßig vor Ort eintreffen hängen wir auch in der aktuellen Informiertheit etwas hinterher.

In dieser windigen Zeit sind oftmals die Rauchzeichen vom nächstgelegenen Nachrichtenpunkt nicht lesbar da sie häufig zerwedelt werden und zu Fehlinterpretationen führen können. Sollte man doch zur, in Jahrhunderten getesteten Spiegelsignal- oder Trommelmethode zurückfinden wären wir sicher besser und aktueller in Kenntnis gesetzt und würden zeitnaher von wichtigen Dingen erfahren. (ORF)

Nachdenken
 Man muss sich auch mal zwingen können über Dinge nachzudenken die nicht zu der schöneren Seite des Lebens gehören. Leider brauchen es einige, irgendeins meiner Organe und ich persönlich gebe ja gern. Sollte aber schon eine Niere, der Blinddarm o.a. ein Finger sein denn da weiß man, es geht weiter. Bei anderen Artikeln sieht es schon ganz anders aus wie z.B. die Leber, das Herz o.a. das Königsorgan, mein Gehirn. Bei der Entnahme ist mir das sicher sowieso egal und demzufolge habe ich einen, Organspenderausweis versteht sich. Ich bin ja nicht die arme Suppe die dann mit diesen Teilen weiter leben muss. Ich meine wenn man den Medien vertrauen kann, steigt die Bereitschaft der Deutschen mal was herzugeben. Nur sollte man beim nächsten Krankenhausaufenthalt nicht unbedingt jedem dahergelaufenen Chirurgen den Besitz eines solchen Ausweises mitteilen denn es könnten durchaus falsche Begehrlichkeiten aufkommen. Ich denke da an das Buch und den Film „Fleisch“. (ORF)


Traurig aber wahr
Immer mehr Deutsche gehen in Zukunft als Vollwaisen in Rente!
Ich hatte noch Glück, bin vor knapp vier Jahren als Halbwaise aus dem Berufsleben ausgestiegen. Das hat sich vergangenes Jahr geändert, nun bin ich einer der Vollwaisen. Aber ich bin guten Mutes denn noch wacht meine Frau über mich und die kennt sich mit meinem Schicksal aus. Sie trägt diese Bürde schon länger. Wir tappern gemeinsam, uns gegenseitig über unser trauriges Schicksal hinwegtröstend durch die Höhen und Tiefen des Alltages. Vergangenen Samstag hatten wir eine der angesprochenen Tiefen. 700m unter Tage, ein Neujahrskonzert. (ORF)


Schussel

Manchmal bin ich schusselig (vergesslich). Oft und mit Vorliebe vergesse ich wo meine Gattin die Auftragszettel für mich abgelegt hat wie Wäsche abnehmen, Geschirrspüler anwerfen (wir haben einen modernen Haushalt), einkaufen usw. Meist lege ich aus Versehen irgendetwas darüber. Das gibt zwar Mecker aber das ist ja nicht aus bösem Willen geschehen und ich habe meine Freude daran. Lästiger ist es schon wenn ich ab und an meinen Personalausweis zu Rate ziehen muss um meinen eigenen Namen komplett mitzuteilen z.B. der Polizei, der GEZ und ähnlichen erfreulichen Zeitgenossen. Aber, machen wir uns nichts vor, das Nichterinnern hat auch seine Vorteile. Welche waren es gleich noch mal ? Ist ja egal. (ORF)


Verwechslung und Einfall
Immer wieder geschieht es mir das man mich mit irgendwelchen bekannten Mitmenschen verwechselt. So auch heute. Ortsfremde, die aber unseren Bäcker aufgrund seiner schmackhaften Brötchen frequentieren (kommt häufig vor) tuschelten aufgeregt und zeigten mit den Fingern auf mich als ich den Laden betrat. Zuerst dachte ich einen Popel im Gesicht zu haben was aber zum Glück nicht zutraf. Ich wurde tatsächlich mit Torsten Sträter (Komiker) verwechselt und man wollte Autogramme von mir. Sträter sieht mir eigentlich nicht ähnlich bis auf den Umstand das ich häufig eine Mütze trage, der Witterung geschuldet, aus Wolle. Als ich darauf verwies das ich es gar nicht wäre rief ein Mann „hö, hö, inkognito“ Ein anderer „ Rück jetzt deine Unterschrift raus ! Du alter Sack „ Ich muss doch sehr bitten ! Mich als Sack zu bezeichnen und mir stellte sich die Frage ob man wohl den Sträter auch mit mir verwechselte was ihm wiederum nicht abträglich wäre. Nach heftigem Insistieren der nichthieransässigen Kundschaft erklärte ich mich bereit meine ureigenste Unterschrift, die waren der Meinung es wäre ein Pseudonym, zu leisten aber, es mangelte an Papier. Und da sprang sie mich an, die zündende Idee. Kassenbons können von hinten beschrieben werden. Die steckt man dann in ein Album zum Sammeln oder Tauschen. Somit würden sie nicht, von der Kundschaft achtlos fallen gelassen, auf dem Boden herumliegen und zudem der Bäckerei den kostenpflichtigen Bonwegwerfcontiner vor dem Laden ersparen. Ein kleiner Schritt für den einzelnen, ein gewaltiger Sprung…
Wieso sieht der Sträter, der Hallen füllen kann, mir eigentlich ähnlich, sollte mein Vater heimlich…aber das kann eigentlich nicht sein. Der S. kommt aus dem Ruhrpott und ich aus Sachsen und zu der betreffenden Zeit als mein „Double“ auf die Welt kam gabe es noch eine Grenze und den Schießbefehl an derselben. (ORF)


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