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Stabilität gegen die Sucht

Blog vom Macher

Inhaltsverzeichnis:


Mein Hund frißt kein Dinkelbrot
Wohenbeginn
Redewendungen
Uneigennützig
der Bariton
Goldener Freitag


Mein Hund frisst kein Dinkelbrot

(Montag)

Alfy
Bildquelle: privat

Nach der Morgenrunde, die nass und ungemütlich war, saß ich beim Frühstück und aß Brot, die Notlösung, da unser Bäcker Montags Ruhetag hat. Natürlich war das Brot mit etwas belegt. Ich möchte aber nicht ins Detail gehen um vegetarische oder gar vegane Mitmenschen keinesfalls zu verstören. Dazu rotes scharfes Zeug mit geringem Zuckergehalt, versteht sich. Der Hund lag daneben, auf den, durch eine Fußbodentemperierung gewärmten Fliesen. Ab und an warf er mir einen flehenden, bettelnden, stark ins Hypnotische gehenden Blick zu ob nicht vielleicht doch ein Stück meines Essens den Weg nach unten fand, auf den Boden, welches er dann sofort pflichtbewußt, wie er nun einmal ist, umgehend entsorgt hätte.
Und tatsächlich, der Schwerkraft und meinem ungeschickten Umgang mit der Esserei geschuldet (vielleicht war es auch Hundehypnose) fiel mir doch ein Stück Brot nach unten. Alfy schnupperte kurz daran, verzog angewidert die Lefzen und trollte sich dann beleidigt. Ich hatte es doch gut gemeint mit ihm. Verstehe einer die Viechter. Jedenfalls bin ich zu einer neuen Erkenntnis gekommen, dieser Hund frisst kein Dinkelbrot und hält auch sonst nicht allzu viel von gesunder Ernährung. Es ist höchste Zeit das der Beruf, natürlich staatlich anerkannt, eines Hundeernährungsberaters ins Leben gerufen wird ! (ORF)

Wochenbeginn

(im Sommer)

Alfy auf seiner Lieblingskiste
Bildquelle: privat

Bin gerade rein von der Hunderunde. Wäre es nicht schweißtreibend würde ich den Kopf schütteln über das Unvermögen mancher Mitmenschen Arten zu unterscheiden und grundlegende Anliegen von Tier und Mensch zu verstehen. Zudem erschütterte mich doch, welche Vulgärismen die deutsche Umgangssprache enthalten kann und wie unbedarft damit der Gesptächspartner beschallt wird. Also, ich spazierte mit meinem Hund (nicht unter Fußbefehl) an einer Hecke entlang die es sicher nötig gehabt hätte endlich mal wieder verschnitten zu werden und der Hund (ein Rüde) hob ein Bein und hinterließ eine wichtige Nachricht für andere Hunde. Hinter der Hecke war die Dame des Hauses (Domina) mit irgendwelchen Dingen beschäftigt und tauchte nach einem kurzen Plätschern, von meinem Freund verursacht, wutschnaubend mit krebsrotem Antlitz auf. „Dieses dumme Rindvieh, dieser unerzogene Pavian hat an meine Hecke geschifft !“ (starkphonig). Auf meinen freundlichen Hinweis das es sich bei dem beschimpften Wesen um einen Haushund und mitnichten um einen Vertreter der zuvor genannten Arten handle, der nicht geschifft sondern markiert hatte richtete sich ein anklagender Zeigefinger auf mich. Mein Hinweis das in der Nachricht sicher nur enthalten sei das ALF schon hier war oder unsere Telefonnummer für interessierte Hündinnen hinterlegt wurde trieb die Gesichtsfarbe der aufgebrachten Frau ins Violette und die Lautstärke noch höher hinauf. (hätte nicht gedacht das dies möglich sei). Jedenfalls war ich jetzt „ein dummes Arschloch, ein besserwisserischer Scheißpilz, der rechtschaffene Menschen an ihrem wichtigen Tun hindern wolle und die Welt ohne solche wie mich sicher besser wäre“ Ich ließ die „Lady“ krakeelen und setzte unseren Weg zusammen mit meinem vierbeinigen Freund fort der doch etwas verdutzt guckte. Von weitem schon, hörte ich noch so etwas wie“…Kroppzeug…an die Wand stellen...“. Und das alles bei schon recht hohen Außentemperaturen. Muss doch ungesund sein so etwas, oder ? Das war mein Start in diese Woche. (ORF) 
 

Redewendungen

Bildquelle: kostenlose Bilder Pinterest

Wie oft steht man vor einem grimmig aussehenden sowie bellenden Vierbeiner, sagt sich, gebeutelt und schlotternd vor Angst „Hunde die bellen, beißen nicht“ (Mantra des besorgten Bürgers). Dieser Ausdruck kommt aus dem Altsächsischen und hieß ursprünglich „Hunte die pellen speisen nicht“ Dieser Ausspruch stammte vorrangig aus der altsächsischen , königlichen Hofgastronomie, denn dort hatte man noch nie einen Hundeartigen irgendetwas pellen (schälen) sehen bevor er seine Zähne irgendwo hineinschlug. Auch aus meiner sächsischen Vorfahrensreihe hat man dergleichen nie berichtet. Man erinnert sich das ich, statistisch gesehen, von August dem Starken abstamme.
Schluss mit dem Ausflug in die Zeiten meiner erlauchten und erhabenen Ahnen. Der Spruch, in seiner heutigen Form hat nicht unbedingt eine zutreffende Bedeutung. Also Obacht. Nicht alles was bellt sollte gestreichelt werden oder man sich ihm unziemlich nähern. (ORF)

Uneigennützig

Bilquelle: die ureigenste

Das Dreamteam ORF/ALF hat seinen ersten Einsatz gehabt, wir haben einen Mann auf den Weg gebracht, zumindest geografisch war es der richtige Weg,
Wenn er sich auch dagegen wehrte und auf seinen Rang als Förster, der sich in diesen Wäldern auskenne, berief, wir haben ihn gezeigt wo es lang geht. Die Einkünfte tendierten heftig gegen Null , aber so war es doch immerhin unsere erste gute Tat heute. Man muss finanzielle Interessen mal hintenanstellen wenn man einem Menschen in Not hiflt, ob er will oder nicht.
Während meiner hilfreichen Ausführungen trat ihm immer mehr Schaum vor den Mund und er verschraubte die Augen nach oben. Der hatte also auch noch ganz andere Probleme, der arme Mann aber ich sah mich nicht befähigt ihm in dieser Hinsicht zu helfen da mir das notwendige medizinische Wissen dazu fehlt.
So kann er wenigstens abends im Kreise seiner Lieben von der unerschrockenen Nächstenliebe eines Dörflers berichten. (ORF)

der Bariton

Alf mit Duettpartnerin Lotti
Bildquelle: privat

Heute morgen hat es sich wieder bestätigt. Mein Hund Alfy kann singen und in Ermangelung seiner Duettpartnerin Lotti, eine Appenzeller Sennenhündin, sind beide im Hundechor, schmetterte er sein Lied solo durch die Gegend. Mein Hund, ein Solist ! Da tun sich doch Möglichkeiten auf.
Für mich, meinem mangelnden Kunstverstand geschuldet klang es zwar wie ein Heulen aber was mag ein, künstlerisch Geschulter darin hören. Jedenfalls begleitete er mit kräftigem Bariton die im Ort angebrachte Sirene der Freiwilligen Feuerwehr die, aus welchem Grund auch immer, laut tönte. Fünf Mal, wenn ich richtig mitgezählt habe. Vor meinem inneren Auge taten sich da Ideen auf. Große Plakate mit der Abbildung von Alfy, natürlich in vorteilhaftester Position, mit einem einprägsamen Schriftzug versehen. „Alf der Pavarotti des Hundereichs“ oder ähnlich gearteten Aussagen. Natürlich würde ich seine Karriere fördern wobei man nicht vergessen sollte das wir ebenfalls als Dreamteam noch wichtiges zu erledigen haben, wie verirrte Wanderer auf den richtigen Weg bringen usw. (ORF)

PS. Autogramme gibt Alfy nur nach Voranmeldung !

29.11.2019

Goldener Freitag

Black Friday Cyber Monday, Cyber Week !
Schlagwörter für Schnäppchenjäger die sicher aufgeregt durch Einkaufstempel hasten oder aber wie wild virtuell auf den Plattformen von Internetverkäufern herumsurfen (-gurken) um das billigste Angebot einer bestimmten Ware zu ermitteln und es kaufen, egal ob man es braucht oder nicht. Der Kaufrausch ist meiner Meinung nach eine genauso schlimme Abhängigkeit wie die von Alkohol oder anderen Drogen wenn man vielleicht auch dem Inneren seines Körpertempels nicht so schadet. Aber der geistige Zustand der Personen die diesem Rausch erliegen stimmt doch etwas bedenklich. Und warum auf Englisch ? Hat uns Trump überrollt oder klingt es einfach nur besser ? Der Konsument wird doch für dumm und einfältig gehalten wenn er auf diesen Humbug hereinfällt. Ich habe Black Friday, Black Monday bisher immer für die Benennungen eines Tages gehalten an dem die Börse einbrach mit weltweiten Folgen für Wirtschaft und Mensch und hoffe dass sich das nicht wiederholt. Aber wer dem Konsumterror erlegen ist, dem kann man wohl kaum von entsprechenden Aktivitäten abraten die die Kassen der Händler voller und voller werden lassen. Klar, die wollen auch leben, wenn nicht gar reich werden und der Konsument ist in ihren Augen einfach gestrickt.
Für mich ist es ein Freitag wie jeder andere und ich hoffe das alle gut und ungeschröpft durch diesen Tag kommen. (ORF)

 


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